Der Filmfreund
22 juli 2025
Seit vielen Jahren mache ich immer mal wieder 3-D-Anaglyphen-Bilder. Selbst, wenn die Teilbilder optimal ausgerichtet sind, habe ich bisher immer ein leichtes Ghosting beim roten Teilbild, was zu einem mehr oder weniger unruhigen Seheindruck führt. Ich denke, dass die Farbgläser der Brille exakt auf die Farbstoffe bzw. das Emissionsspektrum der Monitorfarben abgestimmt sein müssten, um dies zu verhindern. Oder die Farbgläser/Filter sollten wenigstens optisch sehr dicht ("streng") sein.Um es kurz zu machen:- Die Farbstoffauswahl bei dieser Brille ist ausgezeichnet (wenn beim Rot auch nicht perfekt), die Gläser sind optisch sehr dicht.- Die Gläser sind von erstaunlicher optischer Güte (völlig klar, frei von Schlieren, frei von Kratzern).- Der Clip wirkt stabil.- die Gläser sind angenehm groß und decken mein Sichtfeld passend ab.Fazit: Sehr gut und preiswert. Klare Empfehlung.Anmerkung:Die Cyan-Blau-Problematik, die an anderer Stelle diskutiert wird, kann ich bei mir nicht nachvollziehen (Samsung IPS-Panel). Zum Glück :)Ergänzung:Die Güte des Stereoeffektes ist natürlich subjektiv.Darum zur Ergänzung hier eigene Messungen zur Filterwirkung:Oben jeweils die Emission meines Monitors ("weiß" RGB (255,255,255)).Unten links durch das blaue Glas, unten rechts durch das rote Glas.Eigentlich steht einer perfekten Trennung der "Kanäle" nichts im Wege...
Stadtfamilie
16 juni 2025
Ich hatte mich sehr auf die Precorn 3D.Anaglyphenbrillen gefreut, weil ich schon länger Lust hatte, ein wenig mit 3-D-Fotografie herumzuspielen, ohne dabei großes Geld in die Hand zu nehmen.Da ich Brillenträger bin, war mir eine Clip-On-Variante ganz lieb. So muss ich nicht zwei Brillen übereinander tragen.Die Brillen sind einzeln in wiederverschließbaren Beuteln verpackt, und sind sauber verarbeitet. Sie haben, soweit ich das beurteilen kann, Kunststoffgläser, während der Clip-Mechanismus aus Metall gefertigt ist. Für zusammen 8 Euro wirken sie sehr wertig (ich hatte mal in einem Kino eine Clip-On-3D-Brille gekauft, die ähnlich verarbeitet ist und fünf Euro kostete, allerdings mit Polarisationsfiltergläsern). Der Clip-Mechanismus lässt sich übrigens einfach bedienen, und ich bekomme sie auch dann auf meine Brille, wenn diese bereits auf meiner Nase sitzt.Ich habe das Ganze dann mit diversen Anaglyphenvideos und -bildern im Netz ausprobiert (u.a. einen Videorundgang durch die ISS auf Youtube) sowie auch mit einer iPhone-App für ein paar Euro, die in der Lage ist, anaglyphe Bilder zu erzeugen. Das alles hat prinzipiell auch funktioniert und es gab einen deutlichen 3D-Effekt, ABER:Das übliche Format für anaglyphes 3D ist leider nicht Rot/Blau, wie ich feststellen musste, sondern Rot/Cyan. Und das merkt man leider, denn es gibt recht starke Ghosting-Effekte und es ist dadurch noch einmal anstrengender durch die Brille zu schauen, als es konstruktionsbedingt ohnehin schon wäre.Daher wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als doch auf günstige Papierbrillen in Rot/Cyan auszuweichen, denn eines haben die Precorn-Brillen geschafft: Ich habe wirklich Lust, mich mit dem Thema weiter zu beschäftigen.Wer also Brillenträger ist und weiß, dass er für seinen Anwendungszweck definitiv Rot/Blau braucht und eben nicht Rot/Cyan, der kann hier aber bedenkenlos zugreifen, denn die Brillen sind qualitativ völlig in Ordnung und werden zu einem vernünftigen Preis angeboten.